Beim Vorliegen einer Osteoporose ("Knochenschwund") kommt es zu einem übermäßigen Abbau der Knochensubstanz und Rückbildung der festen Knochenstruktur. Es handelt sich hier um eine Erkrankung welche das gesamte Skelett betreffen kann und im fortgeschrittenen Stadium mit einer deutlich erhöhten Knochenbruchanfälligkeit einher geht.
Ursachen welche zur Ausbildung einer Osteoporose führen können sind viele bekannt.
Hormonumstellung in der Postmenopause
Bewegungsmangel
familiäre Veranlagung
Ernährungsgewohnheiten
Tabakrauch und übermäßiger und regelmäßiger Alkoholkonsum
durch Einnahme bestimmter Medikamente
bestimmte, eher seltenere Erkrankungen mit Beeinflußung des Hormonhaushaltes
Übrigens: Eine Osteoporose betrifft nicht nur Frauen. Ca. 30 % der Betroffenen sind Männer.
Diagnostik
Zur Diagnostik der Osteoporose stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, welche die Knochendichte messen. Bei all diesen Methoden wird der individuell gemessene Knochendichtewert verglichen mit einem Mittelwert einer großen Gruppe von gleichaltigen Frauen oder Männer. Hierüber läßt sich dann eine Einschätzung des Knochenbruchrisikos durchführen.
Osteodensitometrie per Ultraschallmessung
Dies ist die am weitest verbreitete Methode zur Knochendichtemessung. Vorteil dieser Methode ist, dass bei dieser Meßmethode keine Strahlenbelastung auftritt und die Messung in wenigen Minuten als Sceening-Verfahren rasch durchzuführen ist. Hier wird mit hochfrequenten Schallwellen am Knochen der Ferse als Referenzknochen die Knochendichte bestimmt. Diese Messung gibt Auskunft zur Frage der Festigkeit und Steifigkeit und wie porös der Knochen ist. Es handelt sich hierbei um eine schmerzlose Messung, welche rasch und komfortabel durchzuführen ist.
Osteodensitometrie mittels DXA-Verfahren
Ein ebenfalls verbreitetes Messverfahren, bei dem über Röntgenstrahlabsorption die Knochendichte an verschiedenen Knochen gemessen wird. Die Messung der Knochendichte ist bei diesem Verfahren etwas genauer als beim Ultraschallverfahren - sie ist jedoch mit einem deutlich höheren apparativen Aufwand. einem höheren Zeitaufwand und mit einer Röntgenstrahlbelastung verbunden. Ergibt sich im belastungsfreien Screeningverfahren mittels Ultraschall ein Wert der im Osteoporose-Risikobereich liegt, sollte vor Einleitung einer teuren und aufwendigen medikamentösen Therapie eine DXA-Messung erfolgen.
Osteodensitometrie mittels Computertomographie
Eine weitere Methode zur Bestimmung der Knochendichte ist die quantitative Computertomographie. Über dieses Verfahren läßt sich eine genaue Meßung der Knochendichte durchführen. Allerdings kommt es bei diese Methode zur höchsten Strahlenbelastung. Weiterhin ist auch hier der apparative Aufwand und der Zeit- und Kostenaufwand so hoch, dass solche Messungen nicht als Sceeningverfahren in Frage kommen. Diese Methode bleibt speziellen Fragestellungen vorbehalten.
10 wichtige Gründe für einen "Osteoporose"-Check:
familiär bekannte Osteoporose
einmaliger oder mehrmaliger Knochenbruch
Bewegungsmangel
starkes Rauchen
hormonelles Ungleichgewicht (z.B. Östrogenmangel)
Klimakterium oder Menopause
hohes Lebensalter
Kalziumarme Kost
schlanke Menschen
Gewichtsabnahme und häufige Durchfälle, Verdauungsstörungen
Auf Wunsch führen wir eine Knochendichtemessung durch und erläutern Ihnen das Ergebnis und sich hieraus ableitende Maßnahmen gerne in einem persönlichen Gespräch.