Hierbei wird durch winzige Mengen an Botox oder botoxähnliche Substanzen derjenige Muskel ruhig gestellt, welcher eine bestimmte Falte produziert und damit die mechanisch bedingte Komponente der Faltenbildung bei den sogenannten Mimikfalten ausgeschaltet. Mimikfalten bilden sich in den dynamischen Arealen des Gesichts, wenn über Jahre die unter der Haut liegende Mimikmuskulatur immer wieder aktviert wird. Diese sog. dynamischen Gesichtsfalten verstärken mit zunehmendem Alter den Eindruck der Hautalterung. Eine klassisches Anwendung für Botox ist die sogenannte Glabella-Falte ("Zornesfalte"), welche sich zwischen den Augenbrauen ausbilden kann und einem Gegenüber ein negatives Bild (Ausdruck des Unwillens oder finsterer Entschlossenheit) vermitteln kann. Nach der Behandlung mit Botox schätzen die Patientinnen und Patienten vor allem die positive entspannte Gesamtwirkung auf den Gesichtsausdruck. Das ist neben der Faltenglättung ein weiterer Effekt, den reine Auffüllmaterialien alleine nicht leisten können.
Botolinumtoxin ist ein hochgereinigtes Protein, welches in der Neurologie bereits seit über 15 Jahren erfolgreich eingesetzt wird. Es dämpft die Muskelaktivität und ermöglicht eine gezielte Ruhigstellung von mimischen Muskeln im Gesicht und damit eine Faltenglättung.
Auch dieses Verfahren ist ohne lokale Betäubung gut verträglich und in einer Sitzung durchzuführen. Eine Wirkung des Botox stellt sich jedoch erst ca. zwei bis vierzehn Tage nach der Anwendung ein und hält zwischen vier und acht Monaten an. Eine Wiederholungs-Injektion ist möglich und sinnvoll, solange der faltenglättende Effekt gewünscht wird. Auch nach einer Botoxinjektion kann der berufliche und private Alltag direkt wieder aufgenommen werden.
Die Anwendung von Botox steht im Wesentlichen für Falten im oberen Gesichtsdrittel zur Verfügung. Häufige Anwendungen sind: |